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​Vegane Weine - Weine ohne Hilfsmittel tierischen Ursprungs

Auch wenn das vielleicht nicht wirklich appetitlich klingt: Bis aus dem Most Wein wird, kommen allerlei natürliche, aber auch tierische Stoffe zum Einsatz. Genutzt werden sie, um den Wein von Trübstoffen zu befreien und zu stabilisieren (zum Beispiel Sulfit). Der Fachmann spricht in dem Zusammenhang auch vom Wein klären oder Wein schönen.

Die Schönung ist jedoch ein so komplexer Vorgang, bei dem dem Wein zahlreiche andere Wirkstoffe zugesetzt werden dürfen. Das in der EU gültige „Verzeichnis der zugelassenen önologischen Verfahren und Behandlungen“ weist hierbei unter anderem folgende Schönungsmittel aus:

- Bentonit (eine natürliche Mineralerde)
- Kaolinerde
- Kasein und Kaliumkaseinate
- Aktivkohle
- Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP)
- Kaliumhexacyanoferrat
- Calciumphytat (nur Rotweine)
- Gummiarabicum
- Albumin (wird aus Eiern oder Molkenproteinen gewonnen)
- Hausenblase (eine Gelatine, die aus der Blase von Fischen (Wels, Stör) gewonnen wird.

Das aus Milch hergestellte Casein bindet nicht nur Trübstoffe, es kan ebenso zur Behandlung von Fehltönen wie beispielsweise Essigstich verwendet werden. Eine Eiweißschönung mittels Hühnereiweiß wird wiederum bei Rotweinen durchgeführt, um den Gerbstoffgehalt zu vermindern und damit den Wein etwas milder zu machen. Die Hausenblase, eine getrocknete Schwimmblase, die früher von der Störart Hausen stammte und heute meist von anderen Fischen kommt, wird ebenso wie tierische Gelantine eingesetzt, um unerwünschte Fest- oder Trübstoffe zu binden, die im fertigen Wein zu Geschmacksfehlern oder Trübungen führen könnten. Außerdem dient Lysozym, ein aus Hünereiweiß gewonnenes Enzym, der Verhinderung von Säureabbau.

Vegane Alternativen sind problemlos einsetzbar. Etwa das Tonmineral Bentonit, vegetabile Gelatine, Kieselsol oder Agar-Agar, um die Weine zu stabilisieren. Aktivkohle kann zur Beseitigung von Farb-, Geruchs- und Geschmacksfehlern verwendet werden. Ihr Einsatz verursacht geschmacklich keinen Unterschied im Wein. Selbst die Produktion ist nicht kostenspieliger als die von konventionellen Weinen.

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